Nägel feilen – So solltest du deine Fingernägel feilen

Viele Menschen feilen sich regelmäßig die Nägel, denn dies gehört zur häuslichen Pflege deiner Nägel einfach dazu. Dennoch haben wir beobachtet, dass sich dort oftmals kleine Fehler einschleichen und deshalb möchten wir hier Klarheit über das Nägel feilen geben.

In unserem Artikel werden wir dir zeigen, wie du deine Nägel feilen solltest. Wir zeigen dir, wie du deine Fingernägel richtig (!) feilst, ohne dass du deinen Nägel dabei schadest. Mit unserer Anleitung kannst  du dich auf langfristig schöne Nägel freuen.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Bevor du dich an das Fingernägel feilen machst, musst du deine Hände gut vorbereiten. Dazu gehört, dass du vor der Behandlung deine Hände gründlich wäschst und diese danach ordentlich abtrocknest. Am besten eignet sich hier eine milde Seife, um den Dreck und kleine Bakterien von deinen Händen zu entfernen. Deine Hände müssen nach dem Waschen unbedingt richtig trocken sein, da Feuchtigkeit den Nagel anfällig macht.

Wenn deine Hände nun gesäubert und getrocknet sind, solltest du die richtige Nagelfeile für dein Vorhaben wählen. Feilen werden dabei in „Körnung“ angegeben, welches den Feinheitsgrad einer Nagelfeile beschreibt. Die Zahl sagt aus, wie viel Kornmenge es pro Quadratzentimeter gibt. Je höher also die Zahl, desto feiner ist die Feile. Bei deinen Fingernägeln hast du demzufolge folgende Auswahl:

Weitere passende Beiträge

Feilen mit einer rauen Körnung: Diese Feilen weisen eine Körnung von 80-100 und haben daher eine grobe Beschaffenheit. Sie eignen sich besonders für Acrylnägel, da diese beständiger sind als natürliche Nägel. Diese Feile solltest du niemals bei natürlichen Nägeln verwenden, da deine Nägel mit so einer groben Feile schnell einreißen. Feilen mit einer 300-600er Körnung: Diesen Feilentyp können wir bei natürlichen Nägeln empfehlen. Sie sind optimal, um feine Ränder zu bekommen und reißen deinen Nagel nicht schnell ein.

Die Art bzw. das Material der Feile ist ebenfalls entscheidend. Metallfeilen eignen sich am besten bei künstlichen Nägeln und sollten von dir bei natürlichen Nägeln gemieden werden. Glas- oder Kristallfeilen hingegen sind meistens sehr fein und können sogar in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Damit sind sie optimal beim Feilen von Naturnägeln. Sandblattfeilen sind ebenfalls geeignete Feilen bei natürlichen Nägeln und ermöglichen ein schonendes Kürzen der Nägel.

Schritt 2: Die Auswahl der Nagelform

Nachdem deine Hände optimal vorbereitet wurden und du eine passende Nagelfeile parat hast, solltest du dich für eine Nagelform entscheiden. Welche Nagelform du wählen „solltest“, ist komplett dir überlassen und hängt von deinen Vorlieben und deinem Nageltyp ab.

Die gängigsten Nagelformen sind ovale, quadratische/ eckig, runde und mangelförmige Nägel. Jede Nagelform ist für verschiedene Nagellängen passend:

Eine ovale Nagelform ist optimal, wenn du deine Nägel noch wachsen lassen willst. Denn durch die runden Seiten brechen die Nägel bei dieser Nagelform am wenigsten ab. Ein Hinterhaken ist so gut wie nicht möglich. Als Anfänger oder jemand, der in seinem Beruf viel mit seinen Händen macht, sollte sich für diese Variante entscheiden. Optisch gesehen ist sie eine Art dünnere Abwandlung der runden Nagelform.

Runde Nägel hingegen sind der Klassiker und ebenfalls perfekt für Anfänger. Sie haben eine gebogene Form und werden an allen Rändern gleichmäßig bearbeitet. Empfehlenswert sind diese bei einem schlichten Look, denn oftmals werden diese bei kürzeren und pflegeleichten Nägeln verwendet.

Die eckige Variante ist perfekt für lange Nägel geeignet, denn hier wird die Spitze/ die natürliche Rundung des Nagels so lange weggenommen, bis eine Art kastenförmige Form entsteht. Damit ist diese Form das Gegenteil von spitzen Nägeln.

Für mandelförmige Nägel kannst du dich auch entscheiden. Dabei besitzen die Nägel seitlich eine Rundung und werden zur Spitze hin immer etwas eckiger. Diese Form solltest du wählen, wenn du deine Finger schlanker wirken lassen willst. Denn dadurch, dass die Rundung am Nagel schlanker zuläuft, wirken deine Finger schmaler.

Wenn du auf Krallen stehst, ist die spitze Variante für dich optimal. Diese Variante ist eher für Profis geeignet, denn  sobald an beiden Seiten nicht gleichviel Nagel weggefeilt wurde, sieht es ungepflegt und unordentlich aus. Dieser Look passt jedoch perfekt zu rebellischen und provokanten Outfits und ist für besondere Anlasse bestens geeignet.

Wenn du dich für eine Variante entschieden hast, geht es ans Feilen!

Schritt 3: Deine Nägel feilen und in Form bringen

Wenn du nun eine Nagelform ausgewählt hast, geht es an die Umsetzung. Hier empfiehlt es sich, deine Nägel zuerst mit einer Nageschere zu schneiden, falls diese sehr lang sind oder du deinen Nägeln schneller in die gewünschte Form verhelfen willst.

Dies ist jedoch nur optional und sollte nur gemacht werden, wenn „viel Nagel“ weggenommen werden muss.

Der Einsatz der Nagelfeile

Fangen wir mit der runden Variante an. Hierzu setzt du deine Feile parallel zu den Seitenwänden des Nagels an und feilst diese zur Mitte hin stärker ab. Anschließend wird die Feile an der Nagelspitze angelegt, während du  seitlich zu den Rändern hingehst, sodass eine gebogene Form entsteht.  Wenn du die Feile parallel zur Seite des Nagels hältst, werden deine Nägel nicht so leicht abbrechen.

Die ovale Nagelform ist ähnlich wie die runde Variante. Nachdem du deine Nägel seitlich gefeilt hast (wie bei dem runden Nagel), solltest du nun von der Nagelspitze aus, die Nagelfeile schräg nach unten ansetzen. Im Gegensatz zur runden Variante entfernst du hier also nur ein größeres Stück von der Seite. Im Endeffekt müssen deine Nägel leicht(!) spitz zulaufen.

Die Krallenvariante ist eigentlich eine extremere Variante von der ovalen Form. Hier feilst du einfach die Fingernägel an der Seite wieder nach unten hin herunter. In Richtung der Nagelspitze musst du auf beiden Seiten nun immer mehr des Nagels wegfeilen, sodass eine Spitze entsteht. Achte hierbei unbedingt darauf, dass du beide Seiten gleichstark abfeilst.

Die eckige Variante ist auch sehr einfach zu feilen. Je nach Wunsch kannst du diese eher eckig machen oder in die Mandelform bringen. Bei beiden Varianten feilst du wieder zuerst die Seiten in eine Richtung gerade und anschließend setzt du die Nagelfeile in einer T-Form an die Spitze an. Hier feilst du einfach gerade entlang des Nagels, wenn du die eckige Variante möchtest oder gehst bei Bedarf noch ein wenig seitlich ab, um die Mandelform zu bekommen.

Bei all den Varianten beim Feilen ist besonders wichtig, dass du eine geeignete Feile verwendest und gleichmäßige Bewegungen machst. So bekommst du ein präzises Ergebnis.

Kleiner Tipp: Wenn deine Nägel bereits sehr dünn sind, solltest du am besten die Nagelfeile immer flach an den Nagel ansetzen, sodass du eher von unterhalb deines Nagels herabfeilst. Als Anfänger ist die runde Form am einfachsten, jedoch wirst du auch nach ein paar Versuchen den Trick bei den anderen Formen raus haben.

Fazit zum Fingernägel feilen

Fingernägel feilen ist nicht allzu schwer! Nach wenigen Malen wirst du vermutlich schon den Dreh raus haben und dich über wunderschöne Nägel freuen können. Gerne kannst du auch zwischen den Formen experimentieren, um herauszufinden, welche Optik dir bei deinen Nägeln am besten gefällt.

Die Hauptsache ist, dass du eine geeignete Feile verwendest, du keine Schmerzen hast und du die Feile in gleichmäßigen Bewegungen über den Nagel bewegst. Wir wünschen dir viel Spaß beim Feilen.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 3 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Mehr zeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"